Die Geschichte hinter HEDDA
Das Kammermusical HEDDA basiert auf dem außergewöhnlichen Leben von Hedda Tusar-Taxis – einer Frau, die während der 1920-er Jahre im Zentrum gesellschaftlicher, politischer und medialer Aufmerksamkeit gestanden und dennoch weitgehend aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden ist.
Unsere musikalische Erzählung gründet auf der historischen Recherche von Leo Pfisterer, wie sie in seiner Biografie Hedda Tusar-Taxis (Verlag Tischler, 2025) erstmals umfassend aufgearbeitet ist. Auf Basis zeitgenössischer Quellen, Gerichtsakten und persönlicher Dokumente zeichnet Pfisterer das Porträt einer schillernden Persönlichkeit, deren Leben in den Roaring Twenties exemplarisch für die Spannungen ihrer Epoche steht.
Hedda Tusar-Taxis hat sich in den kulturellen und gesellschaftlichen Zentren von Wien, Prag und Berlin bewegt. Sie gilt als Teil eines Milieus aus Kunst, Politik und Macht – bewundert, umstritten und beobachtet. Der Mordversuch, in den sie verwickelt gewesen ist und der weltweit für Schlagzeilen gesorgt hat, markiert einen Wendepunkt: Aus gesellschaftlichem Glanz wird öffentliche Anklage, aus Faszination Misstrauen.
Das Musical HEDDA nähert sich dieser Historie nicht als bloße Nacherzählung, sondern als künstlerische Verdichtung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine Frau zwischen Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Zuschreibung ihren eigenen Weg sucht – und welchen Preis sie dafür zahlt.
So entsteht aus historischer Recherche ein zeitloser Stoff über Macht, Projektion und Erinnerung. Über eine Frau, die Geschichte geschrieben hat – und deren Geschichte es neu zu entdecken gilt.